Sonntag, 19. Juli 2015

Grüne Gazpacho

Na, ist es bei euch auch schön kuschlig warm? Ich sitze den ganzen Tag in meinem klimatisierten Büro und unsere Wohnung ist auch schön kühl. Wenn ich dann daheim bin setze ich mich gerne in unseren Garten und lasse meine Füße ins kühle Nass hängen. Zusammen mit dem ein oder anderen After-Work-Drink, wie z. B. einem Erdbeer-Daiquiri.

Aber ich kann ja nicht nur trinken, ich muss auch was essen. Aber gerne stehe ich zurzeit nicht in der Küche, lieber esse ich Salat oder eine kalte Suppe. Schön sättigend, aber bei der Wärme nicht zu schwer.

Kopfsalat, Minze, Erbsen

Diese Suppe ist an Tagen wie diesen echt ideal. Sie ist schnell gemixt und erfrischt unglaublich. Zur Suppe passt gut eine Scheibe Baguette.

Zutaten:
1/2 Kopfsalat
1 Minigurke
1 Handvoll gefrorene Erbsen
1 Stängel Minze
1 Zehe confierter Knoblauch
1 Becher Saure Sahne
1 EL Gemüsepaste
Wasser nach Bedarf
1 Handvoll Eiswürfel
Salz, Cayennepfeffer, Zitronensaft

Zubereitung:
Salatblätter und Minigurke waschen, putzen und mit den anderen Zutaten (bis auf das Wasser) in den Blender geben.

Einen Schluck Wasser in den Blender gießen und glatt mixen. Nach Bedarf Wasser zu gießen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe schmeckt am besten wenn sie gut gekühlt ist. Durch die Eiswürfel kann man sie aber auch direkt essen.



Anmerkung: Ich vertrage frischen Knoblauch nicht, deshalb verwende ich confierten Knoblauch. Passt bei frischen Knoblauch auch auf, dass euch die Suppe nicht "kippt", wenn ihr sie über Nacht aufbewahrt.

Freitag, 26. Juni 2015

Erdnuss-Karamell-Eis mit Schokolade (ohne Ei)

Am Wochenende, zumindest am Sonntag, soll es endlich wieder schönes, warmes Wetter geben. Endlich wieder Zeit, ein selbstgemachtes Eis zu genießen.


Ich habe mich bei dem heutigen Eisrezept von "Snickers" inspirieren lassen. Süßes Karamell und knackige Erdnüsse. Dazu etwas Schokolade. Fertig ist der Eistraum. An Kalorien spart das Eis sicher nicht. Aber es ist Sonntag. Es ist schönes Wetter. Da kann man schon mal "sündigen". Und wenn ihr das Eis selber macht, wisst ihr auch, was im Eis enthalten ist und ihr müsst euch nicht auf den Chemiebaukasten der Lebensmittelindustrie verlassen.

Zutaten:

Eismasse:
450 ml Vollmilch
300 g Sahne
150 g (Trauben-)Zucker
50 g Frischkäse
1 EL Vanilleextrakt
1 EL und 1 TL Mais-Stärke
1 Prise Salz

Karamellsauce:
200 ml Sahne
1 Prise Salz
150 g Zucker
50 g Butter

50 g Zartbitter-Schokolade
50 g geröstete, gesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Eismasse: Ein bisschen Milch abnehmen, Sahne, restliche Milch, Vanilleextrakt, (Trauben-)Zucker und die Prise Salz in einen Topf geben. Wenn die Mischung kocht, 4 Minuten kochen lassen. So kann Wasser verdampfen und das Eis wird noch cremiger.

Stärke mit der kalten Milch verrühren. Den Topf mit dem Milchgemisch vom Herd nehmen, die Stärke einrühren. Wieder auf den Herd stellen und ca. 1 Minute unter Rühren aufkochen lassen bis die Mischung cremiger wird. Frischkäse in die Eismasse einrühren.

Nun alles abkühlen lassen.

Die Form, in der das Eis aufbewahrt wird, schon mal vorfrieren.

Die abgekühlte Eismasse in der Eismaschine zu Eis rühren lassen. Das dauert je nach Maschine und Temperatur der Eismasse zwischen 30 und 50 Minuten.

Karamellsauce:

Sahne erhitzen und zu Seite stellen.

Zucker in einem großen Topf vorsichtig bei mittlerer Hitze schmelzen und goldbraun karamellisieren lassen. Vorsicht, der Zucker ist sehr heiß. Die Butter zugeben und unter Rühren bei kleiner Hitze ca. 1 Minute köcheln lassen.

Die heiße Sahne zum Zucker geben. Vorsicht, das spritzt ziemlich. Die Sauce aufkochen und offen ca. 2 Minuten kochen lassen, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat. Die Karamellsauce abkühlen lassen.

Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Erdnüsse grob hacken.

Nun setzen wir die Leckerei zusammen:

Eine Schicht Eis in die vorgefrorene Form geben. Karamellsauce und etwas Schokolade über das Eis träufeln. Erdnüsse verteilen. Eine weitere Schicht Eis in die Form geben und den Vorgang mit der Karamellsauce, Schokolade und Erdnüssen wiederholen. Wieder eine Schicht Eis verteilen und mit Karamellsauce, Schokolade und Erdnüssen abschließen.

Das Eis in eine Tüte packen und im Gefrierfach nachfrieren lassen.


Inspiration für die Eismasse: "Das Beste Eis der Welt" von Jenni Britton Bauer

Dienstag, 23. Juni 2015

Süßkartoffel-Pommes oder Sweet Potato Fries

Süßkartoffel, knusprig, Pommes
Ich muss sagen, als ich das erste Mal Süßkartoffel-Pommes bestellt habe, war ich mir unsicher, ob ich das mag. Ich mag gebackene Süßkartoffeln, aber als Pommes konnte ich sie mir nicht vorstellen.


Und dann wurden diese hübschen orangen Pommes serviert. Ich habe eines dieses knusprigen Stäbchens in meinen Mund geschoben. Da war es um mich geschehen. Seit diesem Zeitpunkt versuche ich knusprige Süßkartoffel-Pommes selber zu machen. Bisher leider ohne Erfolg. Sie wurden nie knusprig. Meine Suche stieß mich dann immer wieder auf zwei wichtige Bestandteile: Stärke und Semmelbrösel.



Gelesen getan. Rausgekommen sind außen knusprige, innen weiche Süßkartoffel-Pommes. Ideal als Beilage zu Grillgemüse oder Burger.


Zutaten (für 2 Personen als Beilage):

1 große Süßkartoffel
Salz
Rosmarin
2-3 EL Speisestärke
2-3 EL Semmelbrösel
Olivenöl (ca. 3-4 EL)

Zubereitung:

Süßkartoffel schälen und in ca. 0,5 cm dicke Stifte schneiden. In eine große Schüssel legen und mit Wasser auffüllen. Die Süßkartoffel-Stäbchen ca. 30 Minuten einweichen.

Backofen auf 220° Ober-/Unterhitze einschalten.

Rosmarin klein hacken. Die Süßkartoffeln abgießen, mit einem Küchenpapier abtupfen.

Süßkartoffel-Stäbchen in einer Schüssel in Olivenöl wenden. Speisestärke, Semmelbrösel und Rosmarin dazu geben und die Süßkartoffeln rundum "panieren".

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Süßkartoffeln sollen sich nicht berühren.

Die Süßkartoffel-Pommes ca. 15 Minuten backen, bis sie goldgelb und knusprig sind.

Samstag, 6. Juni 2015

Asiatischer Nudelsalat mit frischem Gemüse, grünem Spargel und Erdnussdressing

Was für ein tolles Wetter. Und ein verlängertes Wochenende! Eine ideale Kombination, wenn ihr mich fragt. Bei diesem Wetter erstreckt sich meine Essensaufnahme auf Eis, Salat und Sandwiches.

Beim Stöbern durch das Rezeptebuch habe ich den Asia-Spaghettisalat von Gourmet Guerilla entdeckt. Und schwupps landete er ein paar Tage später auf meinem Tisch. Der Salat ist richtig gut. Sättigend, knackig, weich. Schöne Aromen, würziges Dressing. Der Salat ist auch ideal als Mittagessen im Büro oder beim Picknick im Park. Also gleich noch Zutaten kaufen und bei dem heißen Wetter genießen.

Erdnussdressing, Nudelsalat, Asiatisch, Spargel, Gemüse

Zutaten:

250 g Udon-Nudeln (oder andere Nudeln)

1 rote Paprika
1 Minigurke
5 Stangen grüner Spargel
2 Frühlingszwiebeln
ein paar Blätter Petersilie
Sesamöl

Dressing:
3 cm Ingwer
2 Knoblauchzehen
200 ml Gemüsebrühe (1 EL Gemüsepaste und 200 ml Wasser)
2 EL Erdnussbutter
Sojasauce
1 Limette, davon der Saft
50 g geröstete und gesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Udon-Nudeln nach Packungsanweisung gar kochen, abgießen und abkühlen lassen.

Paprika entkernen und in kleine Würfel zuschneiden. Die Gurke der Länge nach vierteln und das Kernhaus entfernen. Dann die Gurke ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Beim grünen Spargel das untere Drittel schälen und das holzige Ende (ca. 2 cm) abschneiden. Nun die Stangen schräg in Scheiben schneiden.

Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und den Spargel anbraten. Währenddessen Knoblauch und Ingwer schälen. Den Spargel aus der Pfanne nehmen, Knoblauch durch die Knoblauchpresse in die Pfanne drücken. Ingwer mit einer Reibe zu dem Knoblauch reiben. Knoblauch und Ingwer anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und einköcheln lassen. Hitze zurücknehmen und die Erdnussbutter einrühren. Mit Sojasauce, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing etwas abkühlen lassen.

Nudeln, Spargel, Paprika- und Gurkenwürfel in eine Schüssel geben und vermengen. Das Dressing untermischen. Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden, Petersilie hacken. Unter den Salat heben.

Erdnüsse hacken und kurz vorm Servieren über den Salat geben.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Kennt ihr schon das neue Rezeptebuch?

Das liebe Team des Rezeptebuch hat viel Mühe und Zeit investiert und das Rezeptebuch neu organisiert und verbessert.


Rezeptebuch.com


Es gibt neue Funktionen. Ihr könnt interessante Rezepte markieren und eure Lieblings-Blogger abonnieren.

Als Blogger könnt ihr nun einsehen, welche Rezepte ihr schon hochgeladen habt und wie der "Genehmigungsstatus" ist.

Und noch eine Neuigkeit gibt es. Die Seite Köstlich & Konsorten wurde auch in das Rezeptebuch eingebunden.

Neugierig? Dann schaut doch mal vorbei!

Sonntag, 24. Mai 2015

Selbstgemachtes Stracciatella-Eis ohne Ei

Bei Eis bin ich ein Traditionalist. In der Regel landen Vanilleeis, Erdbeereis oder Stracciatella in meiner Waffel/in meinem Becher. Und diese 3 Sorten müssen, wie ich finde, auch bei jeder Eisdiele schmecken, denn wie sollen denn dann die anderen Sorten gut sein, wenn die Basis nicht passt?

Vollmilch, Schokolade, Sahne, ohne Ei

Leider hatten wir erst vor kurzem ein Eis-Desaster. Ich hatte tagelang Gelüste nach Spaghetti-Eis. Und als wir endlich Zeit hatten, passierte das Desaster. Spaghetti-Eis gab es nicht, Erdbeer und Vanille waren aus. Also Stracciatella. Das ganze Eis hatte leider sehr wenig Geschmack, es war fad. Und zu allem Überfluss nur 2 Mini-Stücke Schokolade.

Soll Stracciatella so sein? Ich denke nein und so habe ich mein eigenes, fructosearmes Stracciatellaeis gemacht. Mit viel Schokolade.

Vollmilch, Sahne, Schokolade, Eis

Zutaten:
450 ml Vollmilch
300 g Sahne
150 g (Trauben-)Zucker
50 g Frischkäse
1 EL und 1 TL Mais-Stärke
125-150 g dunkle Schokolade
1 Prise Salz

Zubereitung:

Ein bisschen Milch abnehmen, Sahne, restliche Milch, (Trauben-)Zucker und die Prise Salz in einen Topf geben. Wenn die Mischung kocht, 4 Minuten kochen lassen. So kann Wasser verdampfen und das Eis wird noch cremiger.

Stärke mit der kalten Milch verrühren. Den Topf mit dem Milchgemisch vom Herd nehmen, die Stärke einrühren. Wieder auf den Herd stellen und ca. 1 Minute unter Rühren aufkochen lassen bis die Mischung cremiger wird. Frischkäse in die Eismasse einrühren.

Nun alles abkühlen lassen.

Die Form, in der das Eis aufbewahrt werden soll, schon mal vorfrieren.

Die abgekühlte Eismasse in der Eismaschine zu Eis rühren lassen.

Kurz bevor das Eis fertig ist, die Schokolade schmelzen. Abkühlen lassen und den Großteil in die rotierende Eismaschine laufen lassen.

Nun das Eis in die vorgefrorene Form gießen. Zwischendurch immer wieder mit der restlichen Schokolade beträufeln.

Abgedeckt im Gefrierfach durchfrieren lassen.


Inspiration für die Eismasse: "Das Beste Eis der Welt" von Jenni Britton Bauer 

Donnerstag, 14. Mai 2015

Frühstücks-Brötchen mit Joghurt

Ahhh, Endspurt. Nach fast zweieinhalb Jahren neigt sich meine Weiterbildung dem Ende entgegen. Noch 2x abends nach der Arbeit zum Ostbahnhof und in die IHK. Dann habe ich meine Präsenz-Zeit überstanden. Es folgen noch jede Menge Prüfungen, aber meine Abende gehören wieder mir. Und dem Helden. Und meinen Hasen. Ach, was ich wohl mit so viel Freizeit machen soll? ,-) Mehr bloggen gehört auf alle Fälle zum Plan. Und wieder mehr kochen. Vor allem wieder kreativer. Gab es die letzten Monate oft Nudeln, Reis, Kartoffeln mit Eingemachtem. Oder Brotzeit mit selbstgemachtem Brot. Auch nicht schlecht, aber es soll wieder mehr werden. Aber den Tag mal nicht vor dem Abend loben, erst kommen noch die Prüfungen und eine Projektarbeit auf mich zu. 



Was das alles mit dem Blogevent von Simone von S-Küche zu tun hat? Eigentlich nichts. Aber egal. Simone veranstaltet ein Blogevent zum Thema "Frühstück". Und was bietet sich zu einem Frühstück besser an, als Semmeln?

Übernachtgare, Joghurt, Frühstück
Nach den Kartoffel-Joghurt-Brötchen das zweite Brötchen-Rezept in Folge. Aber diese Semmeln sind noch viel einfacher und schneller gemacht und haben sich dadurch zu unserem Sonntags-Klassiker entwickelt. Am Samstag-Abend schnell den Teig geknetet (bzw. macht das meine geliebte Küchenmaschine), sonntags vorm Sport gebacken. Und nach dem Sport kommt man heim, hat frische Semmeln am Tisch. Was für ein Luxus.

Zu einem Brunch habe ich die Semmeln auch schon abgewandelt. Gefüllt mit Feta und Oliven. Hmmmm!


Das Rezept stammt wieder von Hefe & Mehr.







Zutaten:

500 g Mehl (lt. Originalrezept Type 550 -> siehe auch Ende des Rezepts)
100 g Joghurt
230 g Wasser
3 g frische Hefe
15 g Honig
15 g Butter
14 g Salz

Zubereitung:

Hefe im Wasser auflösen. Alle Zutaten in die Küchenmaschine geben und auf niedrigster Stufe ca. 5 Minuten kneten. Danach die Geschwindigkeit erhöhen und weitere 5-8 Minuten kneten.

Den Teig von allen Seiten nach Innen ziehen, so dass ein kleines Teig-Paket entsteht. In eine geölte Schüssel legen, abdecken und ca. 10-12 Std. gehen lassen.

Nach der Geh-Zeit den Backofen auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine (ofenfeste) Schale mit Wasser in den Ofen stellen.

Nun den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen. Mit den Fingern vorsichtig zu einem daumendicken Rechteck drücken. (Hier könntet ihr z. B. 1 Handvoll kleingeschnittener Oliven und ein Päckchen zerkleinerten Feta auf die Teigplatte geben)

Die Teigplatte leicht anfeuchten und über die lange Seite aufrollen. Teiglinge von ca. 2 cm Breite abschneiden (ggf. in Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne, etc. drücken) und auf ein Blatt Backpapier setzen.

Abgedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen. Währenddessen das Backblech in den Ofen schieben.

Wenn das Wasser im Ofen schönen Dampf erzeugt hat und die Teiglinge lange genug gegangen sind, das Backpapier mit den Teiglingen auf das heiße Backblech ziehen. Vorsicht, das Backblech und der Wasserdampf sind sehr heiß!

Die Brötchen ca. 15 Minuten mit Dampf backen. Anschließend die Wasserschale entfernen und die Brötchen zu Ende backen. Je nach Ofen dauert das zwischen 10 und 15 Minuten. Beobachtet eure Brötchen einfach etwas. Ihr könnt als Test auch ein Brötchen aus dem Ofen nehmen und mit den Fingern auf die Unterseite des Brötchens klopfen. Hört es sich hohl an, sind sie fertig.

Übernachtgare, Hefe, Mohn, Sesam, Feta, Oliven

Anmerkungen:
- Ihr könnt euch beim Mehl austoben. Die Brötchen schmecken auch gut mit Dinkel-Mehl oder einem Teil Vollkornmehl. Tobt euch ruhig aus. Ggf. braucht ihr dann aber etwas mehr Wasser
- In den Teig könnt ihr auch geröstete Körner, Samen, Haferflocken mischen. So haben sie noch mehr Biss


Donnerstag, 2. April 2015

Kartoffel-Joghurt-Brötchen


Seit gut einem Jahr backe ich nun regelmäßig Brot. Manchmal mit Schönheitsfehlern, aber immer so, dass es schmeckt. Und dass ist doch auch das Wichtigste. Seit einiger Zeit (ok, schon länger) geistern immer wieder Frühstücksbrötchen durch die diversen Blogs. Abends den Teig anrühren, morgens Brötchen formen, backen und schon hat man frische Semmerl zum Frühstück. Ist das nicht ein tolles Prinzip? Gerade sonntags liebe ich es, gemeinsam mit dem Freund zu frühstücken und den Tag schön starten zu lassen.

Stefanie von "Hefe und Mehr" hat einen wundervollen Blog rund um's Backen. Gerade gibt es eine Serie für Brotback-Anfänger, die ich jedem empfehlen möchte, der gerne Brot/Brötchen backen möchte. Ein Rezept aus der Serie sind "Kartoffelkrusti mit Biga". "Biga" ist ein Vorteig, den man ansetzt, bevor man den endgültigen Teig knetet. Stefanie hat "Biga" sehr gut und ausführlich erklärt, so dass ich euch gerne an "Hefe und Mehr" verweisen möchte.

Wie ihr wisst, liebe ich Kartoffeln und zwar in allen Varianten. Da können Semmerl mit Kartoffeln ja auch nur gut sein, oder? Nachdem ich das Rezept gelesen habe, habe ich am Abend noch spontan Kartoffeln gekocht und die Biga-Zutaten verrührt. Und am Nächsten Morgen bzw. eher erst gegen Mittag gab es herrlich duftende, krosse Semmeln.

Die Semmeln eignen sich auch super für ein Osterfrühstück, da sie so schön unaufwendig, aber trotzdem so gut sind.


Neugierig? Hier kommt das Rezept :-)

Zutaten:

Biga/Vorteig
150 g Weizenmehl, Type 550
75 g Wasser
1 g frische Hefe (Alternativ 0,3 g Trockenhefe -> 1 Prise)

Hauptteig

Biga
125 g Kartoffeln (gekocht, durchgedrückt und ausgekühlt)
350 g Weizenmehl, Type 550
50 g Joghurt
120 g Wasser (ggf. etwas mehr, je nach Teigbeschaffenheit)
10 g Butter
10 g Reissirup/Honig
10 g Salz
9 g frische Hefe (Alternativ 3 g Trockenhefe)

Körner/Samen nach Belieben, bei mir Sesam

Zubereitung:
Am Abend vorher:
Die "Biga"-Zutaten verkneten. In eine Schüssel geben und im Kühlschrank mind. 12-24 Stunden reifen lassen.

Kartoffeln garen, pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Auskühlen lassen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren.

Am Backtag:
"Biga" und die restlichen Teigzutaten verkneten. 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Anschließend Teig in 10 Stücke teilen. Jedes Teigstück länglich ausrollen, die Oberfläche etwas anfeuchten und von der schmalen Seite aufrollen. Hier findet ihr eine bebilderte Anleitung.

Den Abschluss etwas anfeuchten und in Sesam (oder andere Körner/Samen) tauchen. Anschließend mit dem Schluss nach unten auf eine bemehlte Arbeitsfläche/bemehltes Handtuch legen und 45 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Backofen mit dem Backblech auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Auflaufform mit Wasser hinein stellen. Die Teiglinge auf ein Backpapier setzen und mit dem Backpapier auf das heiße Backblech setzen.

Ca. 20 Minuten mit Dampf goldgelb backen.


Anmerkungen:
- Lt. Hefe und Mehr könnt ihr den fertigen Teig statt 1 Stunde bei Raumtemperatur auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
- Ich setzte die Teiglinge auf ein heißes Backblech, da mir die Semmeln ansonsten auf der Seite aufreißen. Den Tipp habe ich von einem Bäcker bekommen.



Sonntag, 29. März 2015

Schoko-Whoopies mit Frischkäse-Füllung

Langsam aber sicher beginnt der Frühling. Ich habe schon Radieschen und Salat gesät. Paprika und Tomaten sind auch schon vorgezogen und warten in der warmen Wohnung, bis die Eisheiligen vorbei sind. Und langsam sprießt im Garten auch der Rasen. Ich hoffe so, dass wir dieses Jahr endlich einen anständigen Rasen bekommen.

Doch trotz der Frühlingsgefühle gibt es Tage, da ist es kalt und man zieht sich am liebsten mit einem heißen Tee und etwas Süßem auf die Couch zurück.



Nach Enie Backt und Cynthia Barcomis

Für solche Tage habe ich die idealen Kleinigkeiten. Man benötigt weder Gabel noch Teller. Man kann die kleinen Teilchen einfach so in den Mund stecken.

Neugierig? Hier kommen Schoko-Whoppies mit einer Frischkäse-Füllung.

Schokolade, Frischkäse, Kleinigkeiten

Zutaten:

Whoopies:
100 g Butter
1 Ei
1 Eigelb
150 g (Trauben-)Zucker
125 g Joghurt
75 ml Milch
1/2 Vanilleschote, davon das Mark
200 g Mehl
50 g Kakaopulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Backpulver

Frischkäse-Füllung
100 g weiche Butter
200 g Frischkäse
50 g Puderzucker/Traubenzucker

Zubereitung:

Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Butter in einen Topf geben und schmelzen. Abkühlen lassen.

Ei, Eigelb und Zucker schaumig rühren. Joghurt, Milch und Vanillemark dazugeben. Anschließend die abgekühlte flüssige Butter zur Masse geben und zu einem glatten Teig rühren.

Mehl, Kakaopulver, Natron und Backpulver vermengen und unter den Teig rühren.

Den Teig in einen Spitzbeutel mit Lochtülle füllen und Tupfen von ca. 1 bis 2 cm Durchmesser auf ein Backpapier aufspritzen.

Nacheinander ca. 10-15 Minuten backen. Das kommt ganz auf euren Ofen an. Lasst die Whoopies nicht aus den Augen.

Die Whoopies auf dem Backpapier abkühlen lassen. Sie sind warm noch zu weich, um sie direkt abzulösen.

Während die Whoopies abkühlen, die Frischkäse-Füllung zubereiten. Bitte beachtet, dass die Zutaten die gleiche Temperatur haben sollten!

Butter mit Zucker schaumig schlagen. Frischkäse dazugeben und nur so lange unterrühren, bis sich alles verbunden hat.

Die Frischkäsemasse in einen Spritzbeutel füllen und auf die flache Seite der Plätzchen spritzen. Mit einem weiteren Plätzchen abdecken.



Inspiriert von: Enie Backt

Donnerstag, 19. März 2015

Gebackene Süßkartoffel mit gerösteten Kichererbsen und Tahin-Joghurt-Sauce

Da klickt man sich von einer Homepage zur nächsten, von einem Rezept zum nächsten. Und plötzlich bleibt man an einem Rezept hängen. Und dann will man das Gericht sofort essen. Blöd ist dann nur, wenn man die Zutaten nicht im Haus hat oder keine Zeit zum Kochen.

So ging es mir mit den gebackenen Süßkartoffeln mit gerösteten Kichererbsen. Ein paar Tage später hatte ich dann endlich die Gelegenheit, das Gericht nachzugucken. Nur habe ich dann das Rezept nicht mehr gefunden. Das ist so ärgerlich. Kennt ihr das Gefühl?

Ich habe dann „das ganze Internet“ durchsucht. Gefunden habe ich dann zwar nicht das Rezept, das ich gesucht habe, dafür habe ich bei Minimalist Baker ein anderes, ähnliches Rezept gefunden. Also das Rezept kurz in europäische Maßeinheiten umgerechnet und dann ging es los in der Küche.

Das Ergebnis aus den weichen, gebackenen Süßkartoffeln, der cremigen Sauce und den würzigen Kichererbsen ist ein wahrliches Seelen-Essen (um den englischen Ausdruck Soul-Food zu vermeiden). Die Salatstreifen und der kräftige Feta runden das Gericht perfekt ab.

Zudem sättigt das Gericht sagenhaft. Ich habe gerade mal eine halbe Süßkartoffel geschafft. Gut, dass man die Sachen am nächsten Tag gut aufwärmen kann. Dafür einfach ein bisschen Olivenöl in eine Pfanne geben und darin Süßkartoffel und Kichererbsen aufwärmen.

Süßkartoffel, knusprige Kichererbsen und cremige Sauce


Zutaten für 2 Personen:

2 Süßkartoffeln (am besten Bio, weil auch die Schale verwendet wird)
200 g gegarte Kichererbsen
Je ½ TL Kreuzkümmel, Zimt und geräuchertem Paprika (mild), Salz
Olivenöl
250 g Joghurt
50 g Tahin
½ Zitrone
Salz
1 kleines Büschel Petersilie
Ca. 50 g Feta
1 Handvoll Salat, hier Romana-Salat

Zubereitung:

Backofen auf 200° vorheizen. Süßkartoffeln gründlich waschen/schrubben. Halbieren und mit Olivenöl einreiben. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

2 EL Olivenöl mit den Gewürzen und Salz verrühren. Die Kichererbsen in der Marinade wenden und zu den Süßkartoffeln geben.

In den Ofen schieben und nun so lange backen, bis die Süßkartoffeln durch sind. Das dauert so ca. 20-30 Minuten.

Währenddessen Joghurt mit Tahin verrühren und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Petersilie waschen und fein hacken.

Wenn die Süßkartoffeln gar sind, auf einem Teller anrichten. Mit Kichererbsen, Joghurt-Sauce, Salat und Petersilie bestreuen. Feta über das Gericht bröseln.  Gleich servieren und  genießen.

Süßkartoffel, Kichererbsen, Joghurt-Tahin-Sauce

Donnerstag, 26. Februar 2015

Müsliriegel/Granola Bars

Habt ihr feste Rituale am Morgen? Ich brauche meine tägliche Routine, damit ich stressfrei in den Tag starten kann. So stehe ich an den Arbeitstagen (also meistens) um die gleiche Zeit auf und dann folgt der festgelegte Ablauf. Frühstück kommt in dem Ablauf nicht vor. Schon seit Jahren frühstücke ich nicht mehr. Irgendwann kriegte ich so früh nichts mehr runter und so fehlt mir ein Frühstück auch nicht.

Aber manchmal knurrt in der Arbeit dann doch der Magen und so gibt es entweder eine Brezn vom Bäcker oder einen selbstgemachten Smoothie. Müsliriegel eigenen sich auch gut für das Vormittags- oder Nachmittagstief. Wenn man aber mal schaut, was in gekauften Mülsiriegel alles enthalten ist, verzichtet man dann doch dankend. Zucker in verschiedenen Ausführungen, Aromen und Geschmacksstoffe. Da liegt es doch Nahe, Müsliriegel selber zu machen. Und das geht ganz einfach, fructosearm, schnell und gesund.

Ich habe für euch 2 Varianten, aber letztendlich könnt ihr verwenden, was ihr daheim habt, was ihr vertragt und was euch schmeckt.

Die Idee für die Müsliriegel stammt von Lecker Ohne

Müsliriegel

Zutaten Variante 1:

100 g gemischte Getreideflocken
25 g gepuffter Amaranth
25 g gepuffter Quinoa
1 EL Sesam
1 EL Leinsamen
90 g Reissirup
1 EL Sonnenblumenöl
etwas Kuvertüre zum Verzieren

Backofen auf 150° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Sesam und Getreideflocken in einer Pfanne vorsichtig rösten. Zusammen mit Amaranth, Quinoa und Leinsamen in eine Schüssel geben. Reissirup und Öl in der Pfanne erwärmen und über das Getreide geben.

Eine Backform ausölen und mit Backpapier auslegen. Die Masse in die Form streichen und ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und in Riegel schneiden.

Die Riegel halten sich gut, wenn man sie zwischen Backpapier in einer Plätzchendose lagert.



MüsliriegelVariante 2:
100 g kernige Haferflocken
50 g Haselnüsse
1 EL Goji-Beeren
2 getrocknete Aprikosen

1 EL getrocknete Bananen
1 EL Kakao-Pulver
90 g Reissirup
1 EL Sonnenblumenöl
etwas Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung:

Haselnüsse in einer Pfanne rösten. Abkühlen lassen und klein hacken. Aprikosen klein schneiden. Bananenchips klein brechen. Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben. Reissirup und Öl erwärmen und über die trockenen Zutaten geben. Eine Backform ausölen und mit Backpapier auslegen. Die Masse in die Form streichen und ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und in Riegel schneiden.

Die Riegel halten sich gut, wenn man sie zwischen Backpapier in einer Plätzchendose lagert.


Granola Bars

Sonntag, 15. Februar 2015

Rote Bete Pesto - Pestostorm

Wir Foodblogger freuen uns über Kommentare von Lesern auf unserem Blog, auf unserer Facebook-Seite. Wenn allerdings ein großes Unternehmen meint, durch Kommentare auf Blogs für sich selbst zu werben, kann das ganz schnell nach hinten losgehen. Einige tolle Blogger haben den Spieß aber umgedreht und unter dem Hashtag "#dishstorm " leckere Rezepte auf der Facebook-Seite des Unternehmens gepostet. Und das alles mit einem Augenzwinkern, ohne böse Worte. Toll! Und sogar der Stern hat darüber berichtet.

Aber damit nicht genug. Mia vom Blog "Küchenchaotin" hat zu dem #dishstorm ein Blogevent gestartet. Und aus dem #dishstorm wurde ein #pestostorm und schon jede Menge Blogger haben leckere Pestos kreiert.


So habe ich kurz vor knapp auch noch ein Pesto gemacht um bei dem Blogevent mitzumachen. Und so ist mein Beitrag zum #pestostorm ein Rote Bete Pesto mit Haselnüssen


Zutaten:

1 mittlere Rote Bete
2 El geröstete Haselnüsse
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Rote Bete in Alufolie wickeln und im Backofen bei 200° ca. 60 Minuten backen. Bei der Garzeit kommt es auf die Größe der Knolle an, also zwischendurch mal mit dem Messer in die Rote Bete piksen, ob sie durch ist.

Währenddessen die Haselnüsse in einer Pfanne trocken rösten bis sie duften.

Die Rote Bete aus der Alufolie auspacken und etwas abkühlen lassen. Dann Einweghandschuhe anziehen, die Ober- und Unterseite der Knolle abschneiden und die Haut abziehen. Das geht relativ einfach mit den Fingern.

Haselnüsse, Rote Bete, Salz und Pfeffer in den Mixer geben. Nach und nach Olivenöl zugeben, bis eine glatte Masse entsteht.


Das Pesto schmeckt lecker zu Nudeln, als Brotaufstrich oder in eine Kartoffelsuppe. Nach Belieben kann man auch noch Parmesan untermischen.

Samstag, 24. Januar 2015

Orangen-Joghurt-Kuchen - Ein Lichtblick im Winter

Draußen ist es grau in grau, der Rasen ist irgendwas zwischen schlamm-grün und braun und die Büsche recken ihre blattlosen Äste Richtung Himmel.

Ich mag den Winter. Mit Kälte, Schnee und Sonne. Aber nur am Land oder im Urlaub. In der Stadt kann ich es nicht brauchen. Der herrlich weiße Schnee verwandelt sich innerhalb kürzester Zeit in einen braun-grauen Matsch. Und wenn der Schnee dann weg ist, bleibt Müll, weil die Menschen es nicht schaffen, ihren Müll in Mülleimer zu werfen.

Bei so viel grau und braun braucht man Lichtblicke. Mein Lichtblick sind Orangen und Zitronen in wunderschönem, kräftigen Orange und Gelb. Und erst der Geruch... Hm... Zudem sind die Zitrusfrüchte für mich ganz gut verträglich, so dass ich sehr gerne Kuchen, Eis und Dessert damit mache. Natürlich kann man Orangen und Zitronen auch sehr gut bei salzigen Gerichten einsetzen. Schale oder Saft verleihen vielen Gerichten die perfekte Note und Frische.

Schon letztes Jahr im Winter habe ich einen sehr leckeren Kuchen mit Orangen im "Living at Home-Newsletter" entdeckt und seither mehrmals nachgebacken. Es ist ein Orangen-Joghurt-Kuchen, der mit Gewürzsirup getränkt wird. So ein saftiger Kuchen, das ist unglaublich!



Achtet bei den Orangen unbedingt darauf, dass ihr Orangen in Bio-Qualität verwendet. Unabhängig von diversen anderen Gründen ist es hier wichtig, da ihr für das Rezept auch die Schale verwendet.


Zutaten für eine 18cm-Springform:

Kuchen
2-3 Bio-Orangen (je nach Größe)
175 g griechischen Joghurt (10% Fett)
85 g Butter
150 g Zucker
1 Ei
210 g Mehl
1 TL Backpulver

Sirup
20 g Zucker
120 ml Wasser
1 Vanillestange
4 Kardamom-Kapseln
1 Zimtstange

Zubereitung:

Die Springform mit Backpapier auslegen/einspannen. Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Orangen heiß abwaschen und abtrocknen. Nun die Schale abreiben und mit dem Joghurt mischen.

Von den Orangen die Schale abschneiden. Das mache ich so:

- Ober- und Unterseite gerade abschneiden, so dass man schon das Fruchtfleisch sieht, aber nicht zu viel.
- Die Orange nun aufstellen und mit einem großen, scharfen Messer die Schale entlang des Fruchtfleisches abschneiden. Es muss alles Weiße weggeschnitten werden.

Die Orangen nun in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden und in die Auflaufform legen. Die Orangen am Rand etwas hochziehen, so dass man sie später außen sieht (siehe Bild)

Butter und Zucker cremig schlagen. Das Ei gut unterrühren. Orangen-Joghurt, Mehl und Backpulver untermengen.

Den Teig auf die Orangen in der Springform geben. Dabei etwas aufpassen, damit sich die Orangenscheiben nicht verschieben.

Im Backofen ca. 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da alle Ofen unterschiedlich backen, kurz vor Ende der Backzeit den Stäbchen-Test machen. Wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.

Während der Kuchen im Ofen ist, den Sirup herstellen.

Zucker und Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Vanilleschote aufschneiden und das Mark rauskratzen. Kardamom-Kapseln andrücken. Vanillemark und schote, Kardamom-Kapseln und Zimtstange in den Sirup geben. Topf vom Herd ziehen. Den Sirup ca. 30 Min. ziehen lassen.

Den Kuchen nachdem ihr den Kuchen aus dem Ofen geholt habt, sofort mit Sirup begießen. Dazu könnt ihr mit einem Schaschlik-Spieß in den Kuchen pieksen, dann nimmt er den Sirup noch besser auf. Kuchen noch 10 Minuten in der Springform stehen lassen. Anschließend aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


P.S. Wenn noch Sirup übrig ist, könnt ihr ihn ohne die Gewürze in ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Er schmeckt lecker im Kaffee oder in Süßspeisen wie Griesbrei.

Sonntag, 18. Januar 2015

Kartoffeln im Salzmantel mit Petersilien-Pesto

In meiner Kartoffelkiste lagen jede Menge kleine Kartoffeln. Um zu schälen waren sie viel zu klein, wegwerfen kommt auch nicht in Frage. Also habe ich nach Verwendungsmöglichkeiten für die kleinen Dinger gesucht. Vom Tapas-Essen kannte ich kleine schrumplige Kartoffeln in Salzkruste. Die wollte ich daheim machen. Also habe ich nach einem passenden Rezept gesucht und bin bei Essen &Trinken fündig geworden.



Die Kartoffeln sind richtig gut geworden. Außen salzig, aber nicht übersalzen. Innen weich. Dazu gab es ein Pesto aus Petersilie und Walnüssen, angelehnt an eine Mojo Verde.

Da es für eine Mahlzeit etwas viele Kartoffeln waren, habe ich aus den Resten einen Kartoffelsalat gemacht.

Zutaten:

Kartoffeln
1 kg kleine Kartoffeln
240 g Salz
1 l heißes Wasser

Pesto
1 handvoll Petersilie
ca. 30 g geröstete Walnusskerne
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Kartoffeln ordentlich waschen. Das Salz in dem heißen Wasser auflösen und mit den Kartoffeln in einen großen Topf geben. Aufkochen lassen. Dann die Temperatur zurückschalten und die Kartoffeln offen ca. 15 Minuten (je nach Größe) köcheln lassen.

Backofen auf 200° vorheizen. Backblech mit Backpapier bereitstellen.

Die Kartoffeln abgießen. Auf das Backblech legen und im Backofen trocknen lassen, so dass sich eine dünne Salzschicht um die Kartoffeln bildet. Dabei gelegentlich umdrehen, damit sie gleichmäßig trocknen.

Für das Pesto alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer homogenen Masse mixen. Abschmecken und zu den Kartoffeln servieren.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Gedanken zum Jahreswechsel und ein leckeres Orangen-Honig-Eis auf warmen Orangen-Carpaccio

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei. Ein Jahr mit viel lernen, Prüfungserfolgen und tollen Momenten. Aber auch einer großen Traurigkeit, weil ich meinen geliebten Kater verloren habe. Ich vermisse ihn so sehr, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann...

Für das neue Jahr habe ich ein paar Wünsche, von denen ich hoffe, dass Sie sich erfüllen. Bei ein paar muss ich selber ran, aber ich hoffe auch, dass "Schicksal" es gut mit mir meint.

Euch allen wünsche ich für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Freude. Und dass ihr die schönen Momente richtig genießen könnt.

Habt ihr Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Ich halte für mich nicht so viel von Vorsätzen, weil ich finde, dass man dafür kein "besonderes" Datum braucht. Man sollte immer gleich anfangen. Einer meiner Vorsätze jedoch ist, wieder Yoga zu machen. Durch meine Weiterbildung hatte ich dafür einfach keine Zeit und ich merke, wie sehr mir die Yoga-Stunden fehlen. Auch wenn die Weiterbildung noch ein knappes Jahr dauert, werde ich mit Yoga wieder anfangen.

Ein weiterer Vorsatz betrifft den Blog. Ich möchte wieder mehr bloggen und meinen Blog hübscher machen. Und einen neuen Namen wird es auch geben. Auch wenn mein Leben immer noch etwas chaotisch ist, bin ich dem Namen doch entwachsen.

Den Vorsatz "mehr bloggen" setze ich auch gleich in die Tat um. Und zwar mit einem Rezept für Orangen-Honig-Eis auf warmen Orangen-Carpaccio.

Ich finde, Eis kann man im Sommer wie im Winter essen. Im Sommer mag ich Sorbets, Fruchteis und leichtes Milcheis. Im Winter darf das Eis dann cremiger, reichhaltiger, "würziger" sein. Wie dieses Eis hier. Mit Orange, Honig und Kardamom. Zartschmelzend mit Crème Fraîche und Sahne. Würzig durch den Kardamom und fruchtig durch die Orange. Dazu warme Orangenscheiben in einem Sirup aus Orangensaft und Kardamom. Himmlisch!




Das Eis habe ich letztes Jahr schon mal probiert als Dessert zu einem orientalischen Abend. Es kam sehr gut an, so dass es seitdem ein fester Bestandteil unserer "Eiskarte" ist. Als Anregung habe ich ein Rezept aus der Living at Home Ausgabe 12/2005 genommen und es nach meinen Vorstellungen abgewandelt.





Zutaten:

Orangensirup

1-2 Bio-Orange(n)
8 Kardamomkapseln
75 g Traubenzucker (oder alternativ normalen Zucker)
3 El Zitronensaft

Eismasse

1 EL + 1 TL Speisestärke (Maisstärke)
230 ml Vollmilch
300 ml Sahne
50 ml Orangensirup (von oben)
40 g Crème Fraîche
50 g Honig

Zubereitung:

Orangensirup
Orange heiß abspülen, Schale fein abreiben. Den Saft auspressen (soll 150 ml ergeben). Kardamomkapseln andrücken, mit Orangensaft, Limettensaft und Traubenzucker sirupartig einkochen lassen.

Eismasse
Von der Milch 2 EL abnehmen und mit der Speisestärke vermengen.

Restliche Milch und Sahne aufkochen. Ca. 4 Minuten kochen, damit der Wasseranteil der Milch so gut wie möglich verkochen kann. Aufpassen, dass die Milch nicht überkocht.

Nun den Orangensirup durch ein Sieb in die heiße Milch gießen. Milchmischung vom Herd nehmen, die Milch/Speisestärke-Mischung einrühren. Unter Rühren noch mal aufkochen und so lange kochen, bis die Masse andickt. Vom Herd nehmen, Crème Fraîche und 50 g Honig unterrühren. Nun die Eismasse abkühlen lassen. Am besten über Nacht im Kühlschrank runterkühlen. Wer so ungeduldig ist wie ich, kann die Masse auch in eine Plastikschüssel füllen und in eine zweite, größere Schüssel Eiswasser (kaltes Wasser und Eiswürfel) stellen.

Die gekühlte Eismasse in den Gefrierbehälter der Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Das Eis bei Bedarf im Gefrierschrank nachfrieren lassen.