Donnerstag, 29. Mai 2014

Sauerteigbrot mit Emmer und Dinkel

Brotbacken und ich, wir werden gute Freunde. Das spüre ich ganz deutlich. Habe ich mich vor ein paar Wochen noch nicht an Sauerteig-Brote gewagt, kann ich mittlerweile kaum das nächste Wochenende abwarten um wieder Brot zu backen. Noch etwas suspekt sind mir Rezepte, bei denen ich Raum-Temperaturen beachten muss. In meiner Wohnung hat es immer ca. 20 Grad und auch im Sommer geht es nicht über 25 Grad. Manchmal nutze ich auch die Lampe im Backofen, um etwas Schwung in den Geh-Prozess zu bringen, aber i.d.R. stehen meine Brote in der (relativ) kühlen Küche. Aber ich denke, dass es viele andere Brotrezepte gibt, bei denen die Temperaturen nicht so viel Bedeutung haben.

Wie z. B. bei dem Brot mit Urgetreide, das ich hier gefunden habe: Quelle 
Ich habe Emmer und Dinkel gemischt und noch ein paar "Kerndl" untergeknetet. Das Ergebnis überzeugt auf alle Fälle. Das Innere ist schön weich, die Kruste ist schön kross.

Ich habe das Brot auch nicht eingeschnitten. Ok, ich hab's vergessen, aber ich finde die Risse, die von selbst entstehen, fast schöner, als die geschnittenen. Zudem reißen mir die Schnitte oft noch viel mehr ein, als beabsichtigt und mein Brot fällt halb auseinander. Aber hey, Brot ist ein "lebendiges" Lebensmittel, das darf auch so, wie es will. Zumindest meistens ;-)


Wie lagert ihr eigentlich euer Brot? Ich habe mir einen Brotbeutel aus Leinen gekauft, aber ich finde, darin trocknet das Brot ziemlich aus. In einer Plastikschüssel ist es aber zu feucht. Ich möchte mir einen Ton-Topf kaufen, aber seit ich den Entschluss gefasst habe, bin ich noch auf keinen Töpfermarkt oder so gekommen...




Zutaten:

Sauerteig:
100 g Sauerteig
300 g Emmermehl
200 g lauwarmes Wasser

Hauptteig:
200 g Emmermehl
150 g Vollkorn-Dinkelmehl
2 TL Salz
150 ml lauwarmes Wasser
3 EL 6-Korn-Flocken, Alternativ: Haferflocken
Sonnenblumenkerne und 6-Korn-Flocken als "Deko"

Zubereitung:

Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und über Nacht bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Am Backtag den Sauerteig mit den Hauptteig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und ca. 5 Minuten kneten lassen. Ggf. etwas Mehl oder etwas Wasser zugeben.

Den Teig ca. 2 Stunden abgedeckt gehen lassen. Anschließend aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in Sonnenblumenkernen und den Getreideflocken wälzen. In ein gut bemehltes Gärkörbchen setzen und weitere 1,5 - 2 Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 250° auf Ober-/Unterhitze vorheizen. Wasser in eine feuerfeste Form geben und mit aufheizen. Das Brot auf das Backblech stürzen und in den Ofen schieben. Ca. 15 Minuten mit Dampf backen. Dann die Form aus dem Ofen nehmen und weitere 30 Minuten backen. Das Brot vorsichtig vom Backblech nehmen und auf die Rückseite des Brotes klopfen. Wenn sich das Brot hohl anhört, ist es fertig.


Freitag, 23. Mai 2014

Aprikosen-Erdbeer-Sorbet

Eigentlich bin ich gar nicht da. Eigentlich schreibe ich diese Zeilen gar nicht. Denn eigentlich brüte ich gerade über den Unterschied von Steuerrecht, Handelsrecht und internationalem Steuerrecht. Eigentlich. Denn gerade habe ich mehr Lust darauf, das Sorbet mit Aprikosen und Erdbeeren zu bloggen, als mich mit Steuern zu quälen. Aber es hilft ja nicht und so verspreche ich, dass ich gleich weitermache mit Steuern!

Aber um auf das Sorbet zurückzukommen. Ich habe gestern beim Gemüsemann Aprikosen erstanden und die ersten Erdbeeren für diese Saison. Ein paar Erdbeeren sind einfach so im Mund gelandet, aber ein paar wurden mit den Aprikosen zu einem leckeren Sorbet. Gerade an so schönen, heißen Tagen wie gestern, wenn man auch noch frei hat, liebe ich meine Eismaschine noch mehr, als eh schon. Ruck-Zuck ist Obst in ein leckeres Sorbet verwandelt und man kann den Tag so richtig genießen (wenn man sich nicht gerade mit Bilanz- und Steuerpolitik beschäftigt).



Zutaten:


ca. 500 g Aprikosen (mit Schalen und Kernen gewogen)
10 Erdbeeren
100 ml Glucosesirup
50 ml Zitronensirup (alternativ etwas mehr Glucosesirup und 1 EL Zitronensaft)
1 EL Obstler (kann auch weggelassen werden)

Zubereitung:  
Aprikosen waschen, am Strunk über Kreuz einritzen und mit kochendem Wasser übergießen. Etwas ziehen lassen, dann das Wasser abgießen und die Aprikosen mit kaltem Wasser abschrecken. Nun die Haut abziehen und den Kern entfernen. In einen Blender geben. Erdbeeren waschen, das Grün abschneiden. Die geputzten Erdbeeren zu den Aprikosen legen. Glucosesirup, Zitronensirup und Obstler in den Blender gießen. Alles zu einem feinen Fruchtmus pürieren. Probiert, ob es euch süß genug ist, ggf. noch etwas Glucosesirup zugeben.

Die Masse in die Eismaschine füllen und zu Sorbet gefrieren lassen. Die Dauer hängt von der Temperatur der Zutaten und eurer Maschine ab. Bei mir hat es ca. 60 Minuten gedauert.


Samstag, 17. Mai 2014

Kastenbrot mit Sauerteig (oder Toastbrot)

Seit kurzem haben wir einen Kontaktgrill. Hier habe ich mich durchgesetzt, war der Mann doch der Meinung, dass wir so was nicht brauchen, weil wir ja einen Sandwich-Toaster haben. Grundsätzlich gab ich ihm da schon recht, aber ein Kontaktgrill ist einfach praktischer, wie ich finde. Und so habe ich mich durch den Dschungel der Kontaktgrills gewühlt und bin auf den Steba Cool-Touch-Grill FG 70 gekommen. Für mich war es das Gerät mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und, was soll ich sagen, seit der Kontaktgrill bei uns wohnt ist er ständig im Einsatz. Bisher haben wir oft Fladenbrot bei unserem Gemüsehändler mitgenommen, es gefüllt und dann gegrillt. Aber nun wollte ich mal selber ein Brot backen, das wir mit dem Kontaktgrill toasten können.

Ich habe mich durch diverse Rezepte geklickt und aus mehreren Rezepten ein Toastbrot mit Sauerteig kreiert. Ob es nun wirklich ein Toastbrot ist oder nicht, kann ich nicht sagen, aber ich nenn' es mal so. ;-)



So pur schmeckt mir das Brot auch, aber ich finde, das Potential entwickelt es erst, wenn man es im Kontaktgrill grillt oder toastet.




Zutaten:


Sauerteig:
50 g Sauerteigansatz
50 g Wasser
50 g Roggenmehl

Hauptteig:
500 g Mehl
125 g lauwarmes Wasser
100 g Sauerteig
65 ml Milch
45 g weiche Butter
1 Ei
1 1/2 TL Salz

Zubereitung:

Die Zutaten für den Sauerteig verrühren und über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag den Sauerteig mit Milch und Wasser glattrühren. Butter schmelzen. Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt ca. 4 Stunden gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. Aus der Schüssel nehmen und nochmal durchkneten.

Nun den Teig länglich formen und etwas platt drücken. Die Längsseiten zur Mitte einschlagen. Von der schmalen Seite aufrollen und in eine gefettete Kastenform setzen. Nochmal ca. 2 Std. gehen lassen bis sich der Teig wieder verdoppelt hat.

Backofen auf 250 Grad vorheizen. Eine Auflaufform mit kochendem Wasser füllen und in den Ofen stellen. Nun die Form auf den Rost setzen und ca. 20 Minuten bei 250 Grad backen. Anschließend die Temperatur auf 200 Grad runterdrehen und weitere 25 Minuten backen.

In der Form etwas auskühlen lassen, dann das Brot aus der Form stürzen und auf dem Gitterrost komplett auskühlen lassen.

Montag, 5. Mai 2014

Streuseltaler mit Rhabarber-Pudding

Die ersten Prüfungen stehen kurz bevor, noch 4 Wochen (ahhh, wirklich nur noch so kurz...?). Zwischen "Recht", "Internationale Wirtschaftsbeziehungen", "Steuern" und vielem mehr braucht man auch mal Abwechslung und Nervennahrung.

Als ich bei "Enie backt" die Streuseltaler gesehen habe, war es sofort um mich geschehen und sie mussten nachgebacken werden. Da noch keine Himbeer-Saison ist, habe ich auf Rhabarber zurückgegriffen. Die Streuseltaler sind sehr lecker, knusprig, weich, cremig.


Die Zubereitung hört/liest sich aufwendiger, als sie tatsächlich ist. Es sind zwar einige Schritte, bis man das Ergebnis am Teller hat, aber wenn die Taler fertig sind, ist der Genuss vorprogrammiert.

Eine kurze Schritt-Zusammenfassung schon mal am Anfang:

1. Hefeteig kneten
2. Pudding und Kompott kochen
3. Streusel zubereiten
4. Taler backen
5. Mit Pudding füllen
6. Genießen :-)

Also, los geht's...



Hefeteig:
400 g Mehl 405er
5 g Trockenhefe
50 g Butter
60 g (Vollrohr-)Zucker
1 Vanilleschote, davon das Mark
1 Prise Salz
150 g Milch
1 Ei







Zubereitung:

Mehl mit der Trockenhefe, Zucker, Salz und Vanillemark mischen. Milch und Ei zugeben und zu einem glatten Teig kneten. Teig abdecken und ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat.


Rhabarber-Pudding:
500 ml Milch
1 Vanilleschote, davon das Mark
40 g (Vollrohr-)Zucker
30 g Speisestärke

250 g Sahne

500 g Rhabarber (ungeputzt gewogen)
2 EL (Vollrohr-)Zucker






Zubereitung:

Den Großteil (ca. 450 ml) der Milch mit dem Vanillemark in einen Topf geben und aufkochen.

Zucker und Stärke mit der restlichen Milch verrühren und in die kochende Milch einrühren. Unter rühren aufkochen bis der Pudding eindickt. Vom Herd nehmen. Damit keine Haut entsteht, Frischhaltefolie direkt auf die Puddingoberfläche legen. Abkühlen lassen.

Rhabarber putzen und in Scheiben schneiden. In einen Topf geben, 2 EL Zucker drüberstreuen. Bei halber Hitze zu einem Kompott kochen. Ebenfalls abkühlen lassen.


Streusel (im Original die doppelte Menge, aber mir ist so viel übrig geblieben):
190 g Mehl
100 g Zucker
125 g Butter

Zubereitung:

Mehl, Butter und Zucker in eine Schüssel geben. Die Butter in die Mehl-Zucker-Mischung einarbeiten und so Streusel kneten. Zur Seite stellen.


So, nun geht's dazu, alles zusammenzusetzen.


Den aufgegangenen Hefeteig zu einer Rolle (ca. 5 cm Durchmesser) formen und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Platt drücken, mit einer Gabel einstechen und abgedeckt weitere 40 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Topf mit Wasser hineinstellen.

Streusel auf den Hefeteilchen verteilen. In den Ofen schieben und ca. 15-20 Minuten goldgelb backen.


Während die Taler backen, Sahne steif schlagen. Pudding mit dem Rhabarber-Kompott verrühren und die Sahne unterheben.

Teilchen auskühlen lassen, auseinanderschneiden und die Pudding-Creme auf dem Boden verteilen. Deckel aufsetzen und servieren. 









Freitag, 2. Mai 2014

Und gewonnen hat....

Ich mache es kurz und schnell. :-)

Das Buch "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" haben gewonnen:

- Susanne
- Karin
- Franzi


HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!