Donnerstag, 10. Juli 2014

Mercimek Köftesi mit Cacık (Tzatziki)

Dass ich orientalische Küche liebe, sollte niemanden entgangen sein, oder? Nun habe ich ein neues Rezept in meine Sammlung hinzugefügt. Mercimek Köftesi.

Da ich (noch) kein türkisches Kochbuch besitze (warum eigentlich?), habe ich im Internet nach Rezepten gesucht. Das ist schwieriger, als man denkt in der Flut von Rezepten. Entschieden habe ich mich dann für das Rezept von Aysenputtel, das ich etwas abgewandelt habe. Die Köftesi schmecken genau so, wie ich sie in Istanbul gegessen habe. So kann man das Fernweh auch lindern. Gerade jetzt im Sommer sind die Köftesi ein herlich erfrischendes Gericht. Man kann die Masse auch gut vorbereiten und am nächsten Tag braucht man nur noch die Köftesi formen.

Wir haben die Köftesi mit Cacık und Kopfsalat gegessen. Einfach die Köftesi auf ein Salatblatt legen, Cacık drüber geben und dann alles in das Salatblatt einrollen.

Schaut bitte unbedingt, dass ihr reines Paprikamark (Biber Salçası) bekommt. Bisher habe ich nur Paprikamark gesehen, das mit Tomatenmark gestreckt war. Wenn ihr ein türkisches Geschäft in der Nähe habt, schaut da. Da werdet ihr bestimmt fündig.

Noch ein Hinweis zu der Menge: Der Freund und ich benötigen 3 Mahlzeiten, um die Menge an Köftesi zu bewältigen. Solltet ihr keine Lust haben, 3 Tage nacheinander das gleiche zu essen oder nicht eine ganze Fußballmannschaft versorgen wollen, halbiert die Mengen lieber ;-)




Zutaten:

150 g Linsen
1 l Wasser
300 g feiner Bulgur
2 Zwiebeln (mittlere Größe), fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 guter Schuss Olivenöl
2 EL Domates Salçası (Tomatenmark)
2 EL Biber Salçası, mild (Paprikapaste)
125 ml Wasser
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
4 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
4-5 Blätter frische Minze (also so 1-2 Stängel)
Saft einer halben Zitrone
Salz, Pfeffer
Kopfsalat, Zitronenscheiben

Zubereitung:

Linsen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser gründlich spülen. Mit einem Liter Wasser in einen Topf geben und köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen.

Bulgur in einen großen Topf geben und die gekochten Linsen hineinschütten. Verrühren und abdecken. Das gibt eine Bulgur-Linsen-Suppe und schaut seeeehr flüssig aus. Aber keine Angst, das muss so sein.

Eine Pfanne erhitzen und Olivenöl hineingeben. Die fein gehackten Zwiebeln und den Knoblauch in der Pfanne anbraten. Paprikapaste und Tomatenmark ebenfalls in die Pfanne geben und ein paar Minuten mit anbraten. Mit ca. 120 ml Wasser ablöschen, alles verrühren und dann zu der Bulgur-Linsen-Masse geben. Gut verrühren und weiter ziehen lassen. Zwischenzeitlich sollte die Masse nicht mehr ganz so flüssig sein.

Wenn die Bulgur-Linsen-Masse abgekühlt ist, Petersilie, Minze und Frühlingszwiebeln dazu geben. Am besten mit den Händen gut durchkneten. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Kopfsalat waschen und auf einer Platte anrichten. Hände anfeuchten (am besten stellt ihr euch eine Schale Wasser neben die Schüssel mit der Köftesi-Masse) und Nocken/Würstchen formen. Auf den Kopfsalat legen. Mit Zitronenscheiben servieren.




Cacık (nach einem Rezept von Nesrin)

Zutaten:
150 g Türkischen/Griechischen Joghurt (10% Fett)
1 kleine Gurke (ca. 120-130 g)
2 Knoblauchzehen (oder confierten Knoblauch)
3-4 Blätter Minze
Salz
Wasser

Zubereitung:

Joghurt in eine Schüssel geben. Gurke schälen und ganz fein hacken. Also wirklich fein. Knoblauchzehen entweder sehr fein hacken oder durch die Presse drücken. Minze ebenfalls fein hacken und alles zum Joghurt geben. Gut verrühren und nun so viel Wasser zugeben, damit der Cacık flüssig wird. Mit Salz abschmecken.

Tipp: Nehmt, wenn möglich, confierten Knoblauch. Meiner ist leider verbraucht und ich habe frischen Knoblauch genommen. Ich finde confierten Knoblauch sehr viel bekömmlicher, gerade wenn man ihn in "roh" isst.

Vegan-Tipp: Ihr könnt statt türkischem Joghurt auch Sojajoghurt nehmen, dann ist das Gericht komplett vegan. Ihr solltet den Sojajoghurt aber abtropfen lassen oder das Wasser zum verdünnen weglassen.

1 Kommentar:

  1. Hmm die sind so lecker, hatte ich erst vor 2 Tagen im Restaurant=) Muss ich unbedingt mal selber machen, danke für das Rezept!
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

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Katrin