Donnerstag, 31. Januar 2013

Blaukrautsalat mit Perldinkel

Mein Betriebswirt hat angefangen. Mei, war ich vor meinem ersten "Schultag" nervös. Wir haben einen riesen Stapel Unterlagen bekommen, der in den nächsten 1,5 Jahren durchgearbeitet wird. Danach haben wir zwei Prüfungen. Aber damit nicht genug. Ein weiteres Jahr Schule und weitere Prüfungen bis Herbst 2015. Dann, so hoffe ich, halte ich mein Betriebswirt-Zeugnis in der Hand. Ich freue mich auf viele neue Eindrücke, viel neues Wissen und auf nette Mit-Schüler. Ich hoffe, dass die Durchhäng-Phasen nicht so hart werden und dass mich der Mut nicht verlässt.

Zweimal wöchentlich führt mich der Weg nach der Arbeit zur Weiterbildung. An diesen Tagen kann ich nicht kochen und so habe ich mir vorgenommen, meinen Gefrierschrank und meinen Vorratsschrank aufzufüllen. Mal schauen, was ich so alles auf Vorrat kochen kann. Wer Ideen und Rezepte hat, immer her damit.

Heute gab es jedoch kein Vorrats-Essen. Sondern einen leckeren, frischen Salat. Salat im Sinne von Blattsalat, Tomaten, Paprika, etc. ist im Moment nicht so mein Favorit. Ich möchte keine Tomaten haben, die nach nichts schmecken. Oder Salat vom Ende der Welt. Nein, nein, das möchte ich nicht. Deshalb gab es bei uns einen Salat aus Blaukraut, Zwiebeln und Perldinkel. Der Perldinkel kommt wie das Emmermehl vom Demeterhof Apfelbeck aus Plattling. Wer keinen Perldinkel findet, nimmt (Perl-)Graupen oder Ebly. Die Münchner unter euch können die Produkte auch über die Genussgemeinschaft beziehen.



Zutaten:

ca. 500 g Blaukraut
1 große Zwiebel
1 handvoll Walnüsse
120 g Perldinkel
2 EL Ahornsirup
3 EL Cranberry-Essig (oder anderweitiger fruchtiger Essig z. B. Apfelessig)
Olivenöl
1 EL Zucker
1 TL Salz
Thymian

Zubereitung:

Topf mit Wasser aufsetzen. Zum kochen bringen. Perldinkel in das Wasser geben und bissfest garen.

Vom Blaukraut die äußeren Blätter entfernen. Vierteln und fein hobeln oder schneiden. Im Sieb waschen, gut abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Salz und Zucker auf das Blaukraut streuen. Das Kraut mit den Händen durchkneten. Zur Seite stellen.

Zwiebel häuten, halbieren und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne bei halber Hitze Öl erhitzen. Die Zwiebel glasig andünsten. Ahornsirup über die Zwiebel geben. Kurz köcheln lassen. Mit Essig ablöschen. Zu dem Blaukraut geben.

Vermischen, ggf. mit etwas Salz, Essig oder Zucker abschmecken. Perldinkel unter das Blaukraut mischen. Vom Thymian die Blättchen zupfen und unterheben.

Walnüsse grob hacken, in der Pfanne ohne Öl anrösten. Kurz vor dem Servieren über den Blaukraut-Salat geben.

Wer mag, kann auch noch Feta zum Salat geben.

Sonntag, 20. Januar 2013

Käsekuchen mal anders - Mit Schoko und Erdnussbutter

Mein Freund steht total auf Käsekuchen, Schokolade und Erdnussbutter. Bei "Backen mit Spaß" habe ich den perfekten Kuchen für ihn gefunden. Einen Käsekuchen mit Schokolade und Erdnussbutter. Die Augen meines Freundes fingen an zu leuchten und so bin ich für diesen Kuchen am Sonntag sogar an die Tankstelle gefahren, um Kekse für den Keksboden zu kaufen. Das heißt was.

Der Freund und der Besuch waren dann auch sehr begeistert und so steht der Kuchen auf der "Kann man noch mal backen-Liste"

Für meine kleine Springform (Durchmesser 20 cm) habe ich die Teigmenge halbiert und ich habe auch keinen Guss gemacht. Das erschien mir dann einfach zu viel Erdnuss. 



Zutaten:

Für den Keks-Boden:
100 g Kekse (bei mir Butterkekse)
50 g Butter

Für die Käsemasse:
500 g Quark
2 Eier
80 g Zucker
40 g Speisestärke
Mark einer Vanilleschote
25 g Zartbitter- oder Vollmilchschokolade (je nach Geschmack, ich mische sehr gerne)
50 g Erdnussbutter (cremig)


Zubereitung:

Eine Springform mit Backpapier auslegen.

Kekse in einen Gefrierbeutel geben und die Kekse zerdrücken. Butter in einem Topf schmelzen, zusammen mit den Keksen in einer Schüssel vermengen. Die Keksbrösel in die Springform drücken. In den Gefrierschrank oder in den Kühlschrank stellen.

Quark mit Eiern, Zucker, Speisestärke und Vanillemark mischen. Den Teig halbieren. In die eine Hälfte des Teiges die Erdnussbutter einrühren.

Für die andere Hälfte Schokolade schmelzen und in die Quarkmasse rühren.


Auf den Keksboden erst die Schoko-, dann die Erdnussmasse geben.

Im vorgeheiztem Backofen bei 180° ca 30-40 Minuten backen.

Wenn der Käsekuchen beim anfassen fest ist und nicht mehr wacklig, ist er fertig.



Samstag, 19. Januar 2013

Kartoffel-Sauerkraut-Kuchen

Wah, ist das kalt draußen! Der Winter hat München fest im Griff und unser Garten versinkt in 20 cm Schnee. Solange ich nicht mit den Auto fahren muss, habe ich mit Schnee kein Problem. Ich  mag die Kälte eigentlich ganz gerne, auch wenn ich mich jetzt schon auf den Frühling freue.

Bei der Kälte ist der Kartoffel-Sauerkraut-Kuchen genau das Richtige. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Natürlich gut essen!" von Gabriele Kurz. Ich habe die Menge verdoppelt, um gleich was für's Mittagessen am nächsten Tag zu haben. Wir hatten zu dem herzhaften Kuchen einen Quark-Sauerrahm-Dipp mit Petersilie. Salat schmeckt dazu bestimmt auch sehr lecker.


Obwohl man mit einer Frucotoseintoleranz lt. verschiedenen Quellen auf Sauerkraut verzichten sollte, komme ich mit Sauerkraut echt gut klar.



Zutaten (für 4 Portionen):

350 g Kartoffeln (am besten mehligkochend)
1/2 Bund Petersilie
1 Zwiebel
150 g Sauerkraut
100 g Quark
1 Ei
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kümmel, 1 Lorbeerblatt
150 ml Gemüsebrühe
Bergkäse (lt. Rezept Taleggio)

Alternativer Quark-Sauerrahm-Dipp:
250 g Quark
200 ml Sauerrahm
1/2 Bund Petersilie
Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen. In den Dämpfaufsatz geben und über heißem Dampf garen. Wenn man keinen Dämpfeinsatz hat, kann man die Kartoffeln auch mit Schale im Wasser garen. Danach einfach abschälen.

Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. Man kann übrigens auch die Stiele ohne Probleme mitessen. In einer Schüssel mit dem Ei und dem Quark verrühren. Zur Seite stellen, bis die Kartoffeln gar sind.

Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne mit Öl andünsten. Das Sauerkraut etwas klein schneiden, mit dem Kümmel und dem Lorbeerblatt in die Pfanne geben. Etwa 5 Minuten anbraten, dann mit der Gemüsebrühe aufgießen. Bei geringer Hitze ca. 15 Minuten dünsten.

Die gekochten Kartoffeln etwas auskühlen lassen. Durch die Kartoffelpresse drücken oder mit der Gemüsereibe reiben. Zu der Quarkmischung geben. Gut vermengen.

Backofen auf 200° vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, Kartoffelmasse drauf geben. Gleichmäßig verstreichen und im Backofen ca. 10 Minuten vorbacken.

Die Sauerkraut-Zwiebel-Mischung auf die Kartoffelmasse geben, Käse drauf verteilen und im Backofen ca. 10 Minuten weiterbacken.

Für den Quark-Sauerrahm-Dipp, Quark mit Sauerrahm und der gehackten Petersilie mischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.



Dienstag, 15. Januar 2013

Spinat-Rote Beete-Kürbis Lasagne

Im Hüttenhilfe-Forum wurde zum 1. FKT aufgerufen. FKT? Was ist denn das nun wieder? Das ist der Forum-Koch-Tag. Das Thema war Lasagne.



Ich habe mir eine Lasagne mit Kürbis, Spinat und Rote Beete ausgesucht. Sehr lecker! Leider ist sie mir etwas flüssig geraten, so dass ich jetzt nur ein Bild und eine kurze Anleitung poste.

Und hier ist sie






Für die Lasagne habe ich eine Béchamel-Sauce mit Kürbis gemacht. Dazu habe ich einen kleinen Hokkaido-Kürbis in Spalten geschnitten und im Backofen bei ca. 180° gebacken bis er schön gebräunt ist. Den Kürbis mit dem Kartoffelstampfer zu einem Püree zerdrücken.



Für die Béchamel Butter in einem Topf schmelzen, Mehl dazu geben und verrühren. Milch und Brühe zugießen, bis die Sauce schön sämig ist. Kürbispüree unterrühren. Mit Muskat, Salz, Pfeffer abschmecken.



Für die Spinatsauce Zwiebel und Knoblauch schälen, klein würfeln. In Olivenöl andünsten, TK-Spinat zugeben und so lange köcheln lassen, bis der Spinat aufgetaut ist. Mit etwas Gemüsepaste, Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. 



Rote Beete schälen, fein hobeln.



Mit Lasagneblätter, Béchamel-Kürbis-Sauce, Spinat und Rote Beete schichten.



Mozzarella zerpflücken, über die Lasagne geben. Im Backofen bei ca. 180° goldgelb backen.


Dienstag, 8. Januar 2013

Oreo-Biscotti

Wieder ein Plätzchenrezept von der Weihnachtsbäckerei, das allerdings auch außerhalb der Weihnachtszeit sehr gut zu Kaffee und Tee schmeckt. Ich meine Oreo-Kekse, wann schmecken sie nicht. Ich mag sie so gerne, auch wenn ich wegen der Fructoseintoleranz nur ab und zu welche esse.
Das Rezept habe ich von Steph übernommen. Allerdings habe ich die Kekse nicht mehr mit weißer Schokolade verziert, dazu hat einfach die Zeit gefehlt. Und sie waren uns auch ohne Schokolade süß genug.




Zutaten:

150 g Zucker
50 g geschmolzene Butter
3 Eier
2 TL Vanilleextrakt
400 g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
16 Oreo-Kekse

Zubereitung:

Die Oreo-Kekse zerbröseln. Das geht am besten, wenn man die Kekse in einen Gefrierbeutel gibt, diesen verschließt und mit dem Nudelholz zerdrückt. Da kann man schön eventuelle Wut auslassen ;-)

Butter schmelzen, mit Zucker, Eier und Vanilleextrakt verrühren. Mehl und Backpulver mischen und mit der Buttermischung zu einem Teig verkneten.

Nun die Keksbrösel mit dem Teig verkneten.

Den Teig in zwei  (oder drei) Teile teilen, zu einer Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 180° ca. 30 Minuten backen, bis die Rollen goldgelb sind.

Aus dem Backofen nehmen, etwas auskühlen lassen. Die Keksstangen in Scheiben schneiden. Die Scheiben wieder auf das Backblech stellen und weitere 5 Minuten backen. Ganz auskühlen lassen und in Keksdosen aufbewahren.

Wer mag, kann die Biscotti mit weiter Schokolade verzieren.




Sonntag, 6. Januar 2013

Stollenkonfekt mit selbstgemachtem Orangeat und Zitronat


Ja, Weihnachten ist (leider) vorbei. Aber da meine Weihnachtsbäckerei dieses Jahr eigentlich nur Abends/Nachts stattfand und auch in den letzten Tagen vor Weihnachten, gibt es die Rezepte erst jetzt. Aber das nächste Weihnachten kommt bestimmt. Und schließlich musste vor Weihnachten auch noch ein Barock-Kleid genäht werden. Macht aber nix, Hauptsache es gab Plätzchen.

Aufgrund des kleinen zeitlichen Problems gab es dieses Jahr nur 4 Sorten.


  • Schoko-Kirsch-Hörnchen 
  •  Stollenkonfekt mit Orangeat und Zitronat 
  • Oreo-Biscotti
  • Schokoplätzchen mit einer Füllung aus weißer Schokolade und Orange


Die Schoko-Kirsch-Hörnchen gab es letztes Jahr schon. Sie waren so lecker, dass sie es dieses Jahr wieder auf den Plätzchenteller geschafft haben.

Also machen wir mit den Stollenkonfekt weiter.

Ich habe dafür Orangeat und Zitronat selber gemacht, was dank der Anleitung von Franzi sehr gut geklappt hat. Das Rezept für das Stollenkonfekt kommt von Steph. Dazu noch Marzipan, ein paar Rosinen, lecker!

Links die Schoko-Kirsch-Hörnchen, Rechts das Stollenkofekt


Rezepte:

Orangeat und Zitronat

5 Bio-Orangen
5 Bio-Zitronen
Wasser
Zucker

Von Orangen und Zitronen die Schale mit dem Weiß abschneiden. Man verfährt, wie beim Filetieren von Zitrusfrüchten, nur dass wir dieses Mal die Schale brauchen. Die Schale in kleine Würfel schneiden.  

Orangenschale in Topf Nr. 1, Zitronenschale in Topf Nr. 2. Jeweils mit Wasser bedecken und aufkochen lassen. Wasser abgießen und das Ganze 2x wiederholen (also insgesamt 3x aufkochen, abschütten, etc.).

Beim dritten Mal abschütten die Schalen gut abtropfen lassen. Wiegen und mit dem gleichen Gewicht Zucker wieder in den Topf geben. Ca. 100 ml Wasser zugeben und köcheln lassen, bis die Schalen fast durchscheinend sind. Das dauert ca. 1 Stunde. Zwischendurch immer wieder umrühren und ggf. Wasser nachgießen.

Wenn die Schalen fertig sind, abgießen und dabei den Sirup auffangen.

Die Schalen nun auf ein Backpapier geben und im Backofen trocknen (50°, ca. 3 Stunden). Ich habe das Orangeat und Zitronat ca. 1 Stunde getrocknet. Da ich ja dann eh gebacken habe, habe ich das Blech einfach noch zum Auskühlen des Ofens hineingestellt. So kann man die Restwärme gut nutzen.


Stollenkonfekt

100 g weiche Butter
Abrieb einer Orange
75 g (Rohr-)Zucker
1 Vanilleschote
150 g gut abgetropfter Quark (meiner war von hier: Assenhauser Hof)
300 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
Marzipan (ca. 125 g)
Koriander, Lebkuchengewürz, Orangeat, Zitronat, Rosinen

Butter
Puderzucker

Zubereitung:

Aus 5-6 Korianderkapseln den Samen lösen und mörsern. Mit Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz mischen.

Marzipan in kleine Würfel schneiden.

Butter schaumig schlagen. Zucker, Orangenabrieb und das Mark der Vanilleschote unterrühren. Den Quark dazu geben und ebenfalls unterrühren.

Mehlmischung in den Quarkteig zügig untermischen. Marzipan, Orangeat, Zitronat und Rosinen nach Belieben dazugeben. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte glatt kneten.

Den Teig nun ca. 1, 5 cm dick ausrollen. Mit dem Teigrad oder dem Teigschaber den Teig in Rechtecke teilen (ca. 3x3 cm). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen ca. 10-15 Minuten backen bis die Teilchen goldgelb sind.

Butter schmelzen.

Stollenkonfekt aus dem Ofen nehmen und mit der zerlaufenen Butter bestreichen. In Puderzucker wälzen.

Vor dem servieren in einer Keksdose ca. 3-4 Tage durchziehen lassen.