Sonntag, 22. Mai 2011

Mittelalter in München

Juhu, endlich wieder Mittelalter hieß es vom 5.5. bis 8.5.2011 bei Mittelalter in München. Wir waren mit Sir Galahad und seiner Gefolgschaft vertreten.

Am Dienstag begannen unser Fürst, seine Mätresse und ein paar Andere mit dem Aufbau. Mich hielt leider die Arbeit davon ab, zu helfen. Und, wie sollte es sein, beim Aufbau regnete es. Wir hatten richtig Angst, dass es mal wieder das ganze Wochenende verregnet.

Die Aufbauarbeiten dauerten bis Mittwochabend an. Endlich stand der Großteil unseres Lagers inkl. des neuen Tafeldaches.

Am Donnerstag ging es dann um 9.00 Uhr los mit einem Museumstag. Schulen und Kindergärten besuchten uns, um etwas über das Mittelalter zu lernen. Glücklicherweise wurde das Wetter immer besser und es wurde wärmer, so dass die Kinder sichtlich ihren Spaß hatten. Auch wir hatten unseren Spaß, denn was ist denn schon schöner, leuchtende Kinderaugen zu sehen, wenn sie ein Schwert halten dürfen?

Gegen Abend haben die Mätresse des Fürsten, Izabella von Rabenstein und ich angefangen, zu kochen. Da unsere eigentlichen Köche leider arbeiten mussten, sind wir für das Wochenende eingesprungen.

Beim Kochen in der Lagerküche

Am Donnerstag gab es Linsengemüse mit Brot. Das Linsengemüse habe ich hier schon verbloggt. Und wer hätte es gedacht, es ist tatsächlich auch für die Mittelalter-Küche geeignet.

Am Freitag ging die Veranstaltung erst um 13.00 Uhr los und so sind einige von uns morgens heimgefahren zum Duschen und wie wir, zum Haustiere füttern. Anschließend haben wir im Lager noch aufgeräumt, dann konnten die Gäste kommen. Am Freitag war es noch relativ ruhig, da ja ein ganz normaler Arbeitstag war.

Abends wurde wieder gekocht. Wie an einem Freitag üblich, gab es Fisch in Kräutersauce mit Karotten-Erbsen-Gemüse und Serviettenknödeln. Rezepte poste ich gerne bei Bedarf, leider habe ich keine Fotos machen können, da es schon dunkel war, als es endlich essen gab.

Am Freitag gab es nach dem Essen ein Kapitel. Gefolgsmann Fabian wurde zum Junker Fabian erhoben. Ich mag Kapitel, sind sie doch etwas Besonderes und man wird irgendwie „belohnt“. Ich finde diese Tradition sehr schön.

Kapitel

Kapitel

Am Samstag haben mein Freund und ich Besuch bekommen. Meine Eltern und mein Bruder haben uns auf Motorrädern besucht. Nicht ganz mittelalterlich, aber ich habe mich sehr gefreut. Leider konnten sie nicht sehr lange bleiben, da mein Vater leider noch arbeiten musste.

Am Nachmittag haben uns dann bei tollem Wetter liebe Freunde besucht und so verging der Tag sehr schnell.

Abends wurde wieder gekocht. Dieses Mal Hühnchen in Zimtsauce mit gebratenen Karotten. Ich kann ja nur von der Sauce sprechen, aber die war sehr lecker. Ebenso die Karotten. Rezept poste ich gerne bei Bedarf, aber auch hier war es mal wieder zu dunkel, um zu fotografieren.

Dann kam, schneller als gedacht, der Sonntag. Sonntage stehen meisten schon im Zeichen des Aufräumens. So haben wir z. B. Geschirr, das nicht mehr benötigt wurde bereits eingepackt und Schmutzwäsche schon mal ins Auto gebracht. Irgendwie freue ich mich sonntags auf zu Hause, andererseits finde ich es immer schade, wenn die Veranstaltung vorbei ist.  

So haben mein Freund und ich noch die letzten Stunden genossen und sind über den Markt gebummelt. Natürlich habe ich auch eingekauft. Hier sind meine Schätze:

Messingring
Messing-Herz
Schon von den Kaninchen angeknabbert
Strohhut


Messingnadel und Schere

Tonbecher


Zu essen gab es natürlich auch sehr leckere Sachen. Z. B. die Ritterrolle, Crêpes, Fladen mit Kartoffeln, und so weiter. Ach, ich hätte mich total vollfressen können. An dem Stand mit der Ritterrolle gab es auch Kirschbier. Ich mag ja kein Bier, aber mein lieber Freund und der Großteil unserer Gruppe fanden das Kirschbier äußerst lecker und so fand man eigentlich immer jemanden von uns an diesem Stand.

Für Sonntagnachmittag hatten Izabella von Rabenstein und ich uns noch was zum Naschen ausgedacht. Es gab Krumme Krapfen mit einer Weichselsauce. Rezept folgt gerne bei Bedarf. Da es dieses Mal tatsächlich noch hell war, gibt es auch Fotos von den Krummen Krapfen.


Ganz großen Respekt habe ich vor unseren Köchen, die das sonst immer bravourös meistern! Durch das Kochen ist uns relativ viel Programm entgangen. Z. B. haben Furunkulus gespielt. Leider konnte ich das Konzert nur aus der Küche verfolgen.


Um 18 Uhr haben wir dann langsam anfangen, unsere Sachen zu packen. Man glaubt ja gar nicht, was man so mit sich rumschleppt. Wahnsinn.

Gegen 23.00 Uhr war ich dann frisch geduscht, total müde und glücklich im Bett.

Schön war’s!

Ich hoffe, dass die Veranstaltung nächstes Jahr wieder ist. Es war wirklich schön.


P.S: Einen großen Dank an alle Helfer, die Izabella und mich zu tatkräftig beim Kochen unterstützt haben. Ohne euch wär es nicht möglich gewesen, für so viele Leute zu kochen! Danke!


Und hier noch ein paar Impressionen:

Unsere Mittelalterküche







Einer unserer Holzbecher





Beim Schwertkampftraining

Beim Schwertkampftraining

Der Waffenständer

Das Zelt von innen mit den neuen Vorhängen

Zelt von meinem Freund


Im Nachtrag hier noch ein paar Links:
http://www.zeitreisealbum.de/
http://www.mittelalter-in-muenchen.de/album/galerie.html#

1 Kommentar:

  1. Hi!!

    Christian und ich haben uns gerade alles ganz gespannt durchgelesen!
    Wir hoffen das wir euch bald mal in Aktion sehen!
    Ich find das alles so toll.

    Viele Grüße aus der Heimat

    Mona Christian und Lotte ;)

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Viele Grüße

Katrin