Freitag, 30. Juli 2010

Herzogsfest in Ingolstadt

Am Wochenende war endlich die lang ersehnte erste Mittelalterveranstaltung, an der wir auch als Gruppe und mit Lager teilgenommen haben.

Wir hatten unser Lager am Herzogsfest in Ingolstadt aufgebaut. Und zwar mit fast allen Zelten! Unser Zelt ist ja leider noch nicht ganz fertig, so dass ich leider kein Foto vom Innenleben posten kann.


Nach den vergangen heißen Wochen musste es letztes Wochenende natürlich regnen. War ja klar, oder? Es war sehr enttäuschend. Die Veranstalter, die Mitwirkenden - Händler wie Darsteller, haben sich sehr viel Mühe gegeben. Und dann fällt der Freitag und Samstag sprichwörtlich ins Wasser. Es hat geregnet, geregnet, geregnet.

Aber jetzt mal von Vorne.

Aufgebaut wurde unser Lager bereits am Donnerstag, da die Anfahrt nur da möglich war. Auch da hat es schon geregnet. Mein Freund kam durchnässt bis auf die Haut zurück.

Wir haben einen schönen Platz im Burggraben bekommen. Dort konnten wir von allen Mitwirkenden die Zelte aufbauen. 

Unsere Zelte


Am Freitag bin ich dann früher von der Arbeit weg. Meine liebe Freundin Michi hat mich abgeholt. Für die ca. 80 km  nach Ingolstadt haben wir dann geschlagene 1,5 Stunden gebraucht. Juhu! Und uns hat immer schön der Regen verfolgt. Es hat einfach nicht aufgehört.

Angekommen in Ingolstadt haben wir uns dann erst mal in die Mittelaltersachen geworfen und an dem Umzug teilgenommen. Im strömenden Regen. Der Härtetest für jeden Mantel. Meiner hielt soweit trocken, nur vorne an der Öffnung war ich klitsch nass. Dyana schwamm quasi in ihren Schuhen davon. Durch den Regen säumten leider auch sehr wenige Menschen den Rand. Wir haben uns trotzdem die größte Mühe gegeben. Haben gejubelt, gewunken, gelächelt.

Zurück im Lager mussten wir uns erst mal umziehen und in wärmende Kleidung schmeißen. Die Mittelalter-Sachen hatte ich bei noch 30 Grad eingepackt. Strumpfhose? Leggins? Fehlanzeige. Also sind Michi und ich in voller Montur zu C&A und haben uns mit Strumpfhosen und Leggins eingedeckt. Das war ein Anblick ;-)

In Unterkleidern im Zelt


Wenn ich in der Nacht von Freitag auf Samstag aufgewacht bin hat es immer nur geregnet. Entsprechend hoch stand dann am Morgen das Wasser bei uns im Burggraben. Während wir gefrühstückt haben, haben die fleißigen Helferlein so Holzstückchen aufgeschüttet, was wirklich wahre Wunder bewirkt hat. Man konnte wieder mit einigermaßen trockenen Füßen durch unser Lager gehen.

Durch den Regen kamen leider auch nicht sehr viele Zuschauer. Was wirklich sehr schade war. Auch wir haben uns kaum aus unserem Zelt bzw. unter dem Tafeldach hervor getraut. All unsere Sachen waren zwischenzeitlich ziemlich klamm und nass. Glücklicherweise konnten wir einen Heizraum im Schloss nutzen um unsere Sachen zu trocknen.



Auf einem Marktrundgang hat unser lieber Sir Galahad einen Zuber entdeckt. Und was macht man besseres bei der Kälte, als zu zubern. Also haben wir am Samstag Abend den Zuber für 2 Stunden reserviert und uns ausgibig aufgewärmt. Langsam hat es auch aufgehört zu regnen.



Und dann kam der Sonntag. Als wir aufgestanden sind, erwartete uns ein "Wunder". Die Sonne schien endlich wieder. Zeit die schönen Kleider auszupacken und ausgibige Runden über den sehr schönen Mittelaltermarkt zu machen.



Ich habe so viele tolle Sachen gesehen:
- Wunderschöne Ringe aus Silber
- Tolle Tischtruhen
- Leckeres Essen (von dem wir auch reichlich gegessen haben)
- Schöne Lederwaren
- Tolle Mittelalterlager
- Meinen "Drogenhändler" von Madavanilla (http://www.madavanilla.de/)
- Exotische Frucht- und Nussmischungen
- Diverses Rauchwerk

Ich habe noch keine Tischtruhe. Die von meinem Schatz finde ich auch nicht so toll. Und nach langer Suchzeit habe ich endlich meine Tischtruhe gefunden. Sie ist wunderschön.


Natürlich mussten wir bei dem schönen Wetter auch dem Metstand einen Besuch abstatten. ;-)


Durch das schöne Wetter wurden auch viele Besucher angelockt. In Scharren kamen sie durch unser Lager. Wir haben erklärt, gezeigt, es war eine wahre Freude.

Und was gibt es schöneres, als leuchtende Kinderaugen. Und wenn man aus Kindermund hört "Mama, jetzt sind wir wirklich im Mittelalter!" Ja Ja, Kindermund tut Wahrheit kund.


Leider verging der Sonntag viel zu schnell und es wurde Zeit für den nächsten Zuber. Frisch gebadet machten wir uns daran, unser Zelt auszuräumen. Man glaubt gar nicht, was wir immer alles dabei haben. Wahnsinn.


Uns so ging ein sehr schönes Mittelalterwochenende dem Ende zu.


Langsam sammle ich ja einige Vergleichsmöglichkeiten, was Mittelaltermärkte betrifft. Und ich muss sagen, das war wirklich einer der schönsten. Kaltenberg, zieh dich warm an! Es passte die Stimmung, die Händler waren sehr gut ausgewählt. Es gab sehr viele Vorführungen, Unterhaltung, tolle Musik. Ein rund um genialer Markt! Ein großes Lob an die Veranstalter und das Team rund um Markus Bauch!



Mein Ritter und ich!


Mit meiner lieben Michi

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Katrin