Donnerstag, 2. April 2015

Kartoffel-Joghurt-Brötchen


Seit gut einem Jahr backe ich nun regelmäßig Brot. Manchmal mit Schönheitsfehlern, aber immer so, dass es schmeckt. Und dass ist doch auch das Wichtigste. Seit einiger Zeit (ok, schon länger) geistern immer wieder Frühstücksbrötchen durch die diversen Blogs. Abends den Teig anrühren, morgens Brötchen formen, backen und schon hat man frische Semmerl zum Frühstück. Ist das nicht ein tolles Prinzip? Gerade sonntags liebe ich es, gemeinsam mit dem Freund zu frühstücken und den Tag schön starten zu lassen.

Stefanie von "Hefe und Mehr" hat einen wundervollen Blog rund um's Backen. Gerade gibt es eine Serie für Brotback-Anfänger, die ich jedem empfehlen möchte, der gerne Brot/Brötchen backen möchte. Ein Rezept aus der Serie sind "Kartoffelkrusti mit Biga". "Biga" ist ein Vorteig, den man ansetzt, bevor man den endgültigen Teig knetet. Stefanie hat "Biga" sehr gut und ausführlich erklärt, so dass ich euch gerne an "Hefe und Mehr" verweisen möchte.

Wie ihr wisst, liebe ich Kartoffeln und zwar in allen Varianten. Da können Semmerl mit Kartoffeln ja auch nur gut sein, oder? Nachdem ich das Rezept gelesen habe, habe ich am Abend noch spontan Kartoffeln gekocht und die Biga-Zutaten verrührt. Und am Nächsten Morgen bzw. eher erst gegen Mittag gab es herrlich duftende, krosse Semmeln.

Die Semmeln eignen sich auch super für ein Osterfrühstück, da sie so schön unaufwendig, aber trotzdem so gut sind.


Neugierig? Hier kommt das Rezept :-)

Zutaten:

Biga/Vorteig
150 g Weizenmehl, Type 550
75 g Wasser
1 g frische Hefe (Alternativ 0,3 g Trockenhefe -> 1 Prise)

Hauptteig

Biga
125 g Kartoffeln (gekocht, durchgedrückt und ausgekühlt)
350 g Weizenmehl, Type 550
170 g Wasser
10 g Butter
10 g Reissirup/Honig
9 g frische Hefe (Alternativ 3 g Trockenhefe)

Körner/Samen nach Belieben, bei mir Sesam

Zubereitung:
Am Abend vorher:
Die "Biga"-Zutaten verkneten. In eine Schüssel geben und im Kühlschrank mind. 12-24 Stunden reifen lassen.

Kartoffeln garen, pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Auskühlen lassen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren.

Am Backtag:
"Biga" und die restlichen Teigzutaten verkneten. 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Anschließend Teig in 10 Stücke teilen. Jedes Teigstück länglich ausrollen, die Oberfläche etwas anfeuchten und von der schmalen Seite aufrollen. Hier findet ihr eine bebilderte Anleitung.

Den Abschluss etwas anfeuchten und in Sesam (oder andere Körner/Samen) tauchen. Anschließend mit dem Schluss nach unten auf eine bemehlte Arbeitsfläche/bemehltes Handtuch legen und 45 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Backofen mit dem Backblech auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Auflaufform mit Wasser hinein stellen. Die Teiglinge auf ein Backpapier setzen und mit dem Backpapier auf das heiße Backblech setzen.

Ca. 20 Minuten mit Dampf goldgelb backen.


Anmerkungen:
- Lt. Hefe und Mehr könnt ihr den fertigen Teig statt 1 Stunde bei Raumtemperatur auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
- Ich setzte die Teiglinge auf ein heißes Backblech, da mir die Semmeln ansonsten auf der Seite aufreißen. Den Tipp habe ich von einem Bäcker bekommen.



Sonntag, 29. März 2015

Schoko-Whoopies mit Frischkäse-Füllung

Langsam aber sicher beginnt der Frühling. Ich habe schon Radieschen und Salat gesät. Paprika und Tomaten sind auch schon vorgezogen und warten in der warmen Wohnung, bis die Eisheiligen vorbei sind. Und langsam sprießt im Garten auch der Rasen. Ich hoffe so, dass wir dieses Jahr endlich einen anständigen Rasen bekommen.

Doch trotz der Frühlingsgefühle gibt es Tage, da ist es kalt und man zieht sich am liebsten mit einem heißen Tee und etwas Süßem auf die Couch zurück.



Nach Enie Backt und Cynthia Barcomis

Für solche Tage habe ich die idealen Kleinigkeiten. Man benötigt weder Gabel noch Teller. Man kann die kleinen Teilchen einfach so in den Mund stecken.

Neugierig? Hier kommen Schoko-Whoppies mit einer Frischkäse-Füllung.

Schokolade, Frischkäse, Kleinigkeiten

Zutaten:

Whoopies:
100 g Butter
1 Ei
1 Eigelb
150 g (Trauben-)Zucker
125 g Joghurt
75 ml Milch
1/2 Vanilleschote, davon das Mark
200 g Mehl
50 g Kakaopulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Backpulver

Frischkäse-Füllung
100 g weiche Butter
200 g Frischkäse
50 g Puderzucker/Traubenzucker

Zubereitung:

Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Butter in einen Topf geben und schmelzen. Abkühlen lassen.

Ei, Eigelb und Zucker schaumig rühren. Joghurt, Milch und Vanillemark dazugeben. Anschließend die abgekühlte flüssige Butter zur Masse geben und zu einem glatten Teig rühren.

Mehl, Kakaopulver, Natron und Backpulver vermengen und unter den Teig rühren.

Den Teig in einen Spitzbeutel mit Lochtülle füllen und Tupfen von ca. 1 bis 2 cm Durchmesser auf ein Backpapier aufspritzen.

Nacheinander ca. 10-15 Minuten backen. Das kommt ganz auf euren Ofen an. Lasst die Whoopies nicht aus den Augen.

Die Whoopies auf dem Backpapier abkühlen lassen. Sie sind warm noch zu weich, um sie direkt abzulösen.

Während die Whoopies abkühlen, die Frischkäse-Füllung zubereiten. Bitte beachtet, dass die Zutaten die gleiche Temperatur haben sollten!

Butter mit Zucker schaumig schlagen. Frischkäse dazugeben und nur so lange unterrühren, bis sich alles verbunden hat.

Die Frischkäsemasse in einen Spritzbeutel füllen und auf die flache Seite der Plätzchen spritzen. Mit einem weiteren Plätzchen abdecken.



Inspiriert von: Enie Backt

Donnerstag, 19. März 2015

Gebackene Süßkartoffel mit gerösteten Kichererbsen und Tahin-Joghurt-Sauce

Da klickt man sich von einer Homepage zur nächsten, von einem Rezept zum nächsten. Und plötzlich bleibt man an einem Rezept hängen. Und dann will man das Gericht sofort essen. Blöd ist dann nur, wenn man die Zutaten nicht im Haus hat oder keine Zeit zum Kochen.

So ging es mir mit den gebackenen Süßkartoffeln mit gerösteten Kichererbsen. Ein paar Tage später hatte ich dann endlich die Gelegenheit, das Gericht nachzugucken. Nur habe ich dann das Rezept nicht mehr gefunden. Das ist so ärgerlich. Kennt ihr das Gefühl?

Ich habe dann „das ganze Internet“ durchsucht. Gefunden habe ich dann zwar nicht das Rezept, das ich gesucht habe, dafür habe ich bei Minimalist Baker ein anderes, ähnliches Rezept gefunden. Also das Rezept kurz in europäische Maßeinheiten umgerechnet und dann ging es los in der Küche.

Das Ergebnis aus den weichen, gebackenen Süßkartoffeln, der cremigen Sauce und den würzigen Kichererbsen ist ein wahrliches Seelen-Essen (um den englischen Ausdruck Soul-Food zu vermeiden). Die Salatstreifen und der kräftige Feta runden das Gericht perfekt ab.

Zudem sättigt das Gericht sagenhaft. Ich habe gerade mal eine halbe Süßkartoffel geschafft. Gut, dass man die Sachen am nächsten Tag gut aufwärmen kann. Dafür einfach ein bisschen Olivenöl in eine Pfanne geben und darin Süßkartoffel und Kichererbsen aufwärmen.

Süßkartoffel, knusprige Kichererbsen und cremige Sauce


Zutaten für 2 Personen:

2 Süßkartoffeln (am besten Bio, weil auch die Schale verwendet wird)
200 g gegarte Kichererbsen
Je ½ TL Kreuzkümmel, Zimt und geräuchertem Paprika (mild), Salz
Olivenöl
250 g Joghurt
50 g Tahin
½ Zitrone
Salz
1 kleines Büschel Petersilie
Ca. 50 g Feta
1 Handvoll Salat, hier Romana-Salat

Zubereitung:

Backofen auf 200° vorheizen. Süßkartoffeln gründlich waschen/schrubben. Halbieren und mit Olivenöl einreiben. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

2 EL Olivenöl mit den Gewürzen und Salz verrühren. Die Kichererbsen in der Marinade wenden und zu den Süßkartoffeln geben.

In den Ofen schieben und nun so lange backen, bis die Süßkartoffeln durch sind. Das dauert so ca. 20-30 Minuten.

Währenddessen Joghurt mit Tahin verrühren und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Petersilie waschen und fein hacken.

Wenn die Süßkartoffeln gar sind, auf einem Teller anrichten. Mit Kichererbsen, Joghurt-Sauce, Salat und Petersilie bestreuen. Feta über das Gericht bröseln.  Gleich servieren und  genießen.

Süßkartoffel, Kichererbsen, Joghurt-Tahin-Sauce

Donnerstag, 26. Februar 2015

Müsliriegel/Granola Bars

Habt ihr feste Rituale am Morgen? Ich brauche meine tägliche Routine, damit ich stressfrei in den Tag starten kann. So stehe ich an den Arbeitstagen (also meistens) um die gleiche Zeit auf und dann folgt der festgelegte Ablauf. Frühstück kommt in dem Ablauf nicht vor. Schon seit Jahren frühstücke ich nicht mehr. Irgendwann kriegte ich so früh nichts mehr runter und so fehlt mir ein Frühstück auch nicht.

Aber manchmal knurrt in der Arbeit dann doch der Magen und so gibt es entweder eine Brezn vom Bäcker oder einen selbstgemachten Smoothie. Müsliriegel eigenen sich auch gut für das Vormittags- oder Nachmittagstief. Wenn man aber mal schaut, was in gekauften Mülsiriegel alles enthalten ist, verzichtet man dann doch dankend. Zucker in verschiedenen Ausführungen, Aromen und Geschmacksstoffe. Da liegt es doch Nahe, Müsliriegel selber zu machen. Und das geht ganz einfach, fructosearm, schnell und gesund.

Ich habe für euch 2 Varianten, aber letztendlich könnt ihr verwenden, was ihr daheim habt, was ihr vertragt und was euch schmeckt.

Die Idee für die Müsliriegel stammt von Lecker Ohne

Müsliriegel

Zutaten Variante 1:

100 g gemischte Getreideflocken
25 g gepuffter Amaranth
25 g gepuffter Quinoa
1 EL Sesam
1 EL Leinsamen
90 g Reissirup
1 EL Sonnenblumenöl
etwas Kuvertüre zum Verzieren

Backofen auf 150° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Sesam und Getreideflocken in einer Pfanne vorsichtig rösten. Zusammen mit Amaranth, Quinoa und Leinsamen in eine Schüssel geben. Reissirup und Öl in der Pfanne erwärmen und über das Getreide geben.

Eine Backform ausölen und mit Backpapier auslegen. Die Masse in die Form streichen und ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und in Riegel schneiden.

Die Riegel halten sich gut, wenn man sie zwischen Backpapier in einer Plätzchendose lagert.



MüsliriegelVariante 2:
100 g kernige Haferflocken
50 g Haselnüsse
1 EL Goji-Beeren
2 getrocknete Aprikosen

1 EL getrocknete Bananen
1 EL Kakao-Pulver
90 g Reissirup
1 EL Sonnenblumenöl
etwas Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung:

Haselnüsse in einer Pfanne rösten. Abkühlen lassen und klein hacken. Aprikosen klein schneiden. Bananenchips klein brechen. Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben. Reissirup und Öl erwärmen und über die trockenen Zutaten geben. Eine Backform ausölen und mit Backpapier auslegen. Die Masse in die Form streichen und ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und in Riegel schneiden.

Die Riegel halten sich gut, wenn man sie zwischen Backpapier in einer Plätzchendose lagert.


Granola Bars

Sonntag, 15. Februar 2015

Rote Bete Pesto - Pestostorm

Wir Foodblogger freuen uns über Kommentare von Lesern auf unserem Blog, auf unserer Facebook-Seite. Wenn allerdings ein großes Unternehmen meint, durch Kommentare auf Blogs für sich selbst zu werben, kann das ganz schnell nach hinten losgehen. Einige tolle Blogger haben den Spieß aber umgedreht und unter dem Hashtag "#dishstorm " leckere Rezepte auf der Facebook-Seite des Unternehmens gepostet. Und das alles mit einem Augenzwinkern, ohne böse Worte. Toll! Und sogar der Stern hat darüber berichtet.

Aber damit nicht genug. Mia vom Blog "Küchenchaotin" hat zu dem #dishstorm ein Blogevent gestartet. Und aus dem #dishstorm wurde ein #pestostorm und schon jede Menge Blogger haben leckere Pestos kreiert.


So habe ich kurz vor knapp auch noch ein Pesto gemacht um bei dem Blogevent mitzumachen. Und so ist mein Beitrag zum #pestostorm ein Rote Bete Pesto mit Haselnüssen


Zutaten:

1 mittlere Rote Bete
2 El geröstete Haselnüsse
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Rote Bete in Alufolie wickeln und im Backofen bei 200° ca. 60 Minuten backen. Bei der Garzeit kommt es auf die Größe der Knolle an, also zwischendurch mal mit dem Messer in die Rote Bete piksen, ob sie durch ist.

Währenddessen die Haselnüsse in einer Pfanne trocken rösten bis sie duften.

Die Rote Bete aus der Alufolie auspacken und etwas abkühlen lassen. Dann Einweghandschuhe anziehen, die Ober- und Unterseite der Knolle abschneiden und die Haut abziehen. Das geht relativ einfach mit den Fingern.

Haselnüsse, Rote Bete, Salz und Pfeffer in den Mixer geben. Nach und nach Olivenöl zugeben, bis eine glatte Masse entsteht.


Das Pesto schmeckt lecker zu Nudeln, als Brotaufstrich oder in eine Kartoffelsuppe. Nach Belieben kann man auch noch Parmesan untermischen.